Und was mache ich stattdessen …? (4) PICARD & Quanah Parker – Unendliche Weiten

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BRA – Serien & Buch-Tipp

Ich war 7 Monate alt, als sich zum ersten Mal ein Captain eines „Raumschiffs Enterprise“ aufmachte nicht nur den Weltraum, sondern auch die Wohnzimmer vieler Menschen auf der Welt zu erobern. 53 Jahre später, gestern Nacht gegen 00.24, war es dann in meinem Wohnzimmer so weit. Die achte Serie (neben 13 Filmen) des Star Trek Universums, „Picard“, startete und irgendwie war es wie ein Geschenk für das vergangene Jahr und das ganze Leben davor.

Natürlich verrate ich Euch hier rein gar nichts über die Handlung der ersten Folge „Picard“, die ja inzwischen auch von einem der großen Streaming-Plattformen produziert und gegen eine monatliche Gebühr ausgestrahlt wird. Was selbstredend ziemlich doof ist, denn gerade für „Gering Verdienende“ sind auch 8 Euro im Monat, zu all dem was sonst noch so „nur“ 8 Euro kostet heute, nicht selbstverständlich. Aber kommt Zeit, kommt Sir Patrick Stewart als Picard auch zu Euch 🙂

So viel sei verraten, obwohl man sie in der ersten Folgen noch gar nicht oder nur in Rückblicken sieht. Auch Data, Seven of Nine, Deana Troi und Will Ryker werden zu sehen sein. Lasst euch überraschen!

Es gibt unterschiedliche Ansätze, um das „Star Trek“ Universum anzuschauen. Manche sagen, die Serien und Filme müssen in der Reihenfolge ihres Erscheinens angeschaut werden. Wir sagen jedoch, dass es so weniger Spaß bereitet, die ganze Geschichte zu verstehen. Schaut man sich aber alles analog, also entsprechend zum Zeitstrahl der Serie an, sieht man auch: Nicht Captain Kirk und seine Crew waren die eigentlich Ersten im Weltraum, sondern Captain Archer und seine Mannschaft aus der Serie Enterprise.

Letztendlich ist es eine Zukunftschronologie der Menschheitsgeschichte, aus der Sicht von Gene Roddenberry, dem Erfinder und Autor von Star Trek. Über etwa 250 Jahre hinweg wird in den verschiedenen Serien und Filmen gezeigt, wie es aussehen könnte, wenn es auf der Erde kein Geld, keine abgespaltenen Nationen und möglichst keine Gewalt mehr gäbe. Wie gesagt, wie es aussehen könnte …, denn natürlich stehen solchen „Visionen“ auch immer Widerstände entgegen. Wer sich aber mal darauf einlässt und entweder noch nicht alt genug ist, um alles miterlebt zu haben, oder durch die Vielfalt und die verschiedenen Zeitstränge verwirrt ist, dem wollen wir hier etwas Hilfe zuteil werden lassen.

So erlebt ihr die Geschichte der Menschheit vom Jahr 2151 bis 2399 in der richtigen Reihenfolge.

Enterprise Staffel 1-4 (2151 bis 2155)

Discovery (2256)

The Original Series Staffel 1-3 (2265 bis 2269)

The Animated Series Staffel 1-2 (2269 bis 2270)

Film: Star Trek: Der Film bis Star Trek VI: Das unentdeckte Land (2273 bis 2293)

The Next Generation Staffel 1-6 (2364 bis 2369)

Deep Space Nine Staffel 1 (2369)

The Next Generation Staffel 7 (2370)

Deep Space Nine Staffel 2 (2370)

Film: Star Trek VII: Treffen der Generationen (2371)

Deep Space Nine Staffel 3 (2371)

Voyager Staffel 1 (2371)

Deep Space Nine Staffel 4 (2372)

Voyager Staffel 2 (2372)

Film: Star Trek VIII: Der erste Kontakt (2373)

Deep Space Nine Staffel 5 (2373)

Voyager Staffel 3 (2373)

Deep Space Nine Staffel 6 (2374)

Voyager Staffel 4 (2374)

Film: Star Trek IX: Der Aufstand (2375)

Deep Space Nine Staffel 7 (2375)

Voyager Staffel 5-7 (2375 bis 2377)

Film: Star Trek: Nemesis (2379)

Picard Staffel 1 (2399)

(Special ThX to: www.likeitis93.com)

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Wie angekündigt, ist dies heute unser erster Blick auf die Medien, die uns manchmal eine große Hilfe sein können, auch um eigene Gewohnheiten oder sogenannte (Sucht) Verlagerungen, also einfach nur schlichtes Ablenken von der Realität, erkennen zu können. Denn wir alle wissen wie schnell auch das Smartphone, der Bildschirm oder ein Videospiel zu einer Gewohnheit mit Abhängigkeitspotenzial werden kann. Das geht natürlich auch mit einem „sience fiction“ Universum.

Sieht man es aber als entspannendes Eintauchen in eine Welt, aus der man sich dann wieder, neu gestärkt auf die momentane Situation einlassen kann, so kann es wahnsinnigen Spaß bereiten, nicht nur einfach die Filme zu sehen, sondern auch alles was dahinter steckt. Inzwischen gibt es so viel Material bei kostenlosen Video Plattformen, das sich auch mit der Produktion und dem Leben hinter der Kamera und hinter der Geschichte beschäftigt.

Es geht also nicht nur darum das wir lesen oder uns Filme, Serien, Dokus anschauen, sondern vor allem was wir da anschauen und wie wir dies tun. Sich zum Beispiel einem besonders traurigen oder gewaltvollen Thema zu widmen, wenn man sowieso schon traurig, wütend und verzweifelt ist, wird dem Schmerz ’ne Menge „Futter“ geben, uns aber eher selten aus der Situation heraus helfen.

Sich aber für eine gewisse Zeit einer spannenden Geschichte oder einem interessanten Sachthema, mit ganzer Aufmerksamkeit (nicht Konzentration!) hinzugeben, gibt wieder Ruhe und Kraft für die Lösung der anstehenden Probleme. Pause machen. Die Schönheit der Bilder genießen, das Rätsel in einem Spiel zu lösen oder sich selbst beim Abwaschen des Geschirrs zu beobachten und die aufkommenden Gedanken einfach mit-fließen zu lassen, ohne sie festzuhalten. Doch nun noch ein …

BUCHTIPP

Ein autobiografischer Roman hat mich z. B. dazu gebracht, mich noch sehr viel eingehender und tiefer mit dem Thema „native americans“, bei uns unter dem Oberbegriff „Indianer“ bekannt, zu beschäftigen. Auch, wenn dies zugegebener Maßen zu gleichen Teilen wunderschöne und äußerst grausame Fakten und Erlebnisse mit sich bringt. Doch so ähnlich wie bei unserem letzten Thema, kann man hier sehr genau die Lebensweise und die Hintergründe von Völkern erleben, die in einer natürlichen Ordnung lebten. Die also mit dem lebten was ist und sich eher einfügten, als anpassten.

Der Roman „Die mit dem Wind reitet“, von Lucia St. Clair Robson, ist wohl der am besten recherchierte Roman, über das Leben der „weißen Amerikanerin“ Cynthia Ann Parker und ihres Sohnes Quahnah Parker. Der letzte „freie“ Kwahadi-Comanche Häuptling, der in ganz besonderem Maße dafür eintrat, die Lebensweisen der verschiedenen Völker in Einklang zu bringen. Das dies bis heute leider nicht gelungen ist, ist ein anderes Thema, für einen anderen Tag.

Das Buch ist schon etwas älter und deshalb meistens nur gebraucht zu bekommen und dadurch auch recht billig. Hier zum Beispiel gebraucht schon ab 87 Cent, (nein, wir machen keine Werbung für amazonische „Ausbeuter-Konzerne“, wir helfen nur beim praktischen Finden).

„Achtung Spoiler“: Die ersten Seiten beschreiben die Überfälle anderer Stämme auf die Familie Parker, am 19. Mai 1836 und die Entführung der kleinen Cynthia Ann in sehr grausamer Weise, sodass ich Menschen mit einem etwas empfindlichen Nervenkostüm ein Weiterblättern ans Herz legen möchte. Denn vom eigentlichen „Zauber“ dieser Geschichte, wie nämlich das kleine Mädchen in die Welt der Kwahadi hineinwächst und sie lieben lernt, was wirklich wunderschön beschrieben ist, verpasst man dort nichts.

Quahnah Parker

Wie gesagt ist das „Schicksal“ der nordamerikanischen Ureinwohner ist, bis heute, sehr schrecklich anzuschauen. Und zu sehen wie in Amerika das Thema „Indianer“ irgendwie komplett unter den Tisch fällt und Menschen dort verarmt und mit extremen Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen haben, ist genauso schrecklich.

Wir fragen uns in diesen Tagen immer wieder, wie wir den Planeten vor einer Verschmutzung retten können. Würden wir uns vielleicht öfter einmal darauf besinnen, wie es funktioniert in einer natürlichen Ordnung zu leben, anstatt immer nur nach Dingen zu forschen, die der Natur überlegen sein sollen, wäre schon ein großer Schritt getan.

euer

bra