Brief an die Erwachsenen

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Vor einigen Tagen erreichte uns diese Nachricht eines 15-jährigen Menschen. Mehr als das Alter möchten wir nicht sagen. Wir haben überlegt, ob es angemessen ist, dies zu veröffentlichen, da es ja inzwischen Mode geworden ist verzweifelte Kinder medial zu verheizen. Dennoch konnten wir nicht anders als zu sehen, dass in diesen Worten alles enthalten ist, was wir wissen müssen, um einige unserer tiefsten Fragen zu beantworten. Wo soll es also hin, außer in die Öffentlichkeit!

„Ich weiß nicht, warum Alle glauben ich wäre dazu da, Ihnen beim Sterben zuzuschauen und dann noch erwarten, das ich die Toten aus ihren Betten kratze und um sie trauer.

Ich weiß nicht, wie ihr glauben könnt, ihr müsstet außer Geld nichts geben, für das was ihr bekommt.

Ich verstehe nicht, wie ihr andauernd von Liebe und Gemeinsamkeit reden könnt und immer dann, wenn es nicht mehr nur ums Reden geht, nicht da seid.

Ich weiß nicht, warum ihr immer von Frieden und Mitgefühl, von Toleranz und Akzeptanz quatschen wollt, wenn Ihr Euch selbst nicht mal ertragen könnt.

Ich weiß nicht was ich noch sagen soll, noch schreiben oder singen soll, was ich noch schreien oder kreischen soll, bis ihr endlich mal zuhört. Nicht mir. Euch selbst! Denn ich mag euer endloses kindisches Gezänk um euer kleines, dunkles Loch, dass ihr Leben nennt nicht mehr mitanhören.

Was ich aber weiß ist, wie unendlich wütend und traurig es mich macht, wenn ausgerechnet IHR mir das Leben erklären wollt. Anstatt Euch endlich mal zu bewegen und mir zu zeigen, wie man ein Mensch ist.“

Was wir nun zumindest wissen ist, dass hier keinerlei Kommentar kommt.

euer

bra